Mittwoch, 16. Mai 2012

Gelangweilte Männer sind wie kleine Kinder

Ich sehe mich gerade mit Strohhut auf dem Kopf und Kamera in der Hand durch die Ruinen von Ephesos wandern. Wieso? Die Arbeit ist Schuld. *g* Ich habe mir beruflich einen Großauftrag über die türkische Ägäis an Land gezogen, der bis Freitag erledigt sein will, daher ist es derzeit auch so ruhig hier. Aber das Ganze weckt gerade meine privaten Schreibfinger und wenn die Muse will, verfrachte ich mal irgendwen dahin in den Urlaub.

Adrian hat sich natürlich schon darüber beschwert. Zu heiß, zu sandig und überhaupt, da könne er auf keinen Fall einen dreiteiligen Anzug tragen und in Shorts sähe er dämlich aus.

Der Mann hat Sorgen, dachte ich mir und tauschte einen resignierten Blick mit David, der daraufhin nur meinte, Adrian würde auch in Shorts gut aussehen, aber bevorzugt natürlich ganz nackt. Als Ergebnis der dreckigen Blicke, die die Zwei anschließend tauschten, ist mein Bett derzeit besetzt. Sehr zum Ärger der anderen Jungs, die deswegen auf dem Fußboden sitzen und aus Langeweile Karten spielen.

Die türkische Ägäis interessiert sie nicht, Ephesos auch nicht und da der neue Einblick von Kilian fast fertig erzählt ist, können sie sich da auch nicht mehr groß einmischen. Männer sind wie kleine Kinder, wenn sie nichts zu tun haben, ist euch das schon mal aufgefallen? Ständig wird genörgelt und gejammert, aber als ich sie vorhin bat, mir beim Aufhängen der Wäsche zu helfen, hatten plötzlich alle ganz wichtige Dinge zu erledigen. Typisch.

Ich werde jetzt auch ganz wichtige Dinge erledigen, nämlich David und Adrian aus dem Bett schubsen, mir mein Buch schnappen und eine Runde lesen.