Donnerstag, 10. Mai 2012

Manche Aussagen muss ich einfach lieben

Ist das nun gut oder schlecht, dass der amerikanische Präsident Obama offiziell für die Schwulenehe ausgesprochen hat?

Es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung, denn ein Land, das einen schwarzen Präsidenten hat, sollte langsam mal aus dem Mittelalter ins neue Jahrhundert kommen, was Themen wie Rassismus, Sex oder eben die Schwulenehe angeht. Es ist nämlich in meinen Augen mehr als lächerlich, auf die traditionelle Ehe zu bestehen und sich so prüde wie möglich zu geben, gleichzeitig aber die größte Sexindustrie der Welt zu haben.

Nun kann man durchaus sagen, auch andere Länder sind gegen Schwule. Mir ist es allerdings egal, ob es die USA oder Marokko oder Iran oder sonst ein Land auf der Welt ist, das Schwule einsperrt oder sogar tötet, wenn man sie erwischt - es ist und bleibt falsch. Jeder sollte lieben dürfen, wen er will. Ganz egal, ob das nun zwei Männer, zwei Frauen oder Mann und Frau betrifft. Und genau aus diesem Grund finde ich die öffentliche Meinung von Obama zu diesem Thema einfach nur spitze. Mir ist klar, dass sich dadurch in den USA in nächster Zeit kaum etwas ändern wird, das tut es ja nicht einmal bei uns in Deutschland, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und wenn sich ein schwarzer Präsident hinsetzt und im Frühstücksfernsehen vor Millionen von Zuschauern verkündet:

«Zu einem bestimmten Zeitpunkt bin ich schlicht zu dem Schluss gekommen, dass es für mich persönlich wichtig ist ... zu bestätigen, dass ich glaube, dass gleichgeschlechtliche Paare in der Lage sein sollten zu heiraten.»

...dann kann ich gar nicht anders als zu sagen: Yeah!

Kommentare:

  1. Ein Meilenstein in der Geschichte und ich denke, es sollte auch betont werden, dass eben der auch von uns allseits geschätzte Präsident Obama im vergangenen Jahr, den ersten homosexuellen Bundesrichter im Southern District von New York bestellt hat. Wie schon gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, dass sich etwas bewegt.

    Claudia

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    1. Ich nicke hier gerade. Die ganzen Leute, die auf Obama schimpfen... Nee, die muss/will ich nicht verstehen.

      Dass er es nicht leicht haben würde, war von Anfang an klar, und ich muss auch nicht alles gut finden, was er macht. Aber im Gegensatz zu Bush vorher und all den anderen Spinnern, die da jetzt große Reden schwingen, gibt er sich zumindest Mühe aus seinem Land etwas zu machen. Und das ist weit mehr, als man über jede Menge andere Politiker sagen kann.

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    2. Er hat auch dieses "Don't ask, don't tell" Gesetz von der US - Armee abgeschafft. Das war ja auch bitter nötig.

      Wobei man auch sagen muss, dass Bush wirklich einer der schlechtesten Präsidenten war. Dass die Amerikaner ihn zweimal gewählt haben, wird mir auf ewig unverständlich sein (wobei es ja angeblich Probleme bei den Stimmzetteln gab).

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    3. Bush war wirklich das Schlimmste, was den Amerikanern widerfahren konnte ... tja die Frage wieso er zweimal Regierungszeit bekam wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben ...
      Letztendlich ist es in Amerika auch nicht sehr viel anders als bei uns - Versprechen werden nicht eingehalten - nur sind die Dimensionen und die Fäden, die von Amerika und nach Amerika laufen, noch sehr viel weitreichender.
      Hach waren das noch Zeiten als Bill Clinton Präsident war ... der hat wenigstens auch mal zur Volksbelustigung beigetragen *lach*

      Claudia

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    4. Affäre hin, Affäre her - Bill Clinton hätten sie behalten sollen. *g*

      Und was Bush angeht, glaube ich mittlerweile, dass da genauso beschissen wurde wie jetzt bei den Russen und Putin. Bush war wirklich eine Witzfigur. Sein Vater hatte was im Kopf, aber der... Schweigen wir lieber. *hust*

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    5. Ich glaube im Gegensatz zu früher, wird heute mehr hinterfragt und dank www und immer schnellerer Kommunikation kommen die Machenschaften von Politikern heute viel schneller ans Tageslicht. Der geschätzte Wähler hat einen besseren Überblick - zwar nicht im Detail (das möge der Himmel auch bitte bitte bewahren, denn viele Dinge, die da unterirdisch schmoren möchten wir sicher nicht wissen, weil wir sonst glaube ich auch den letzten Funken Hoffnung verlieren würden), aber immerhin gibt es Möglichkeiten, sich zumindest nachhaltig zu informieren, welchen Scheiß die allesammt anstellen.
      Phu -schwere Kost

      Claudia

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    6. Ich konnte mir ehrlich gesagt nie vorstellen, dass Bush wirklich selbstständig Entscheidungen getroffen hat. Wenn ich mir denke, dass er z.B. eine Condoleezza Rice ins einer Regierung hatte, dann hatte ich immer den Verdacht, dass sie eher den Ton angab. Aber ich möchte hier nicht weiter spekulieren. *G*
      Aber ich bin auch der Meinung, dass bei dieser Wahl betrogen wurde.

      Ich denke das hat auch damit zu tun, dass man die Politiker bzw. die Politik als nicht mehr wirklich positiv betrachtet. Aber gut, wen wundert das? Mich nicht.
      Und in diesem Zeitalter, spielt auch sicherlich das Internet eine große Rolle. Wobei man natürlich auch aufpassen sollte, wie wahr ein solcher Text wohl wirklich ist. Das selbe gilt natürlich auch für die Zeitungen, usw.

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    7. Man merkt es ja allein hier schon. Wie viele Leute wählen derzeit oft aus Trotz die Piraten, weil sie von den anderen Parteien schlichtweg die Schnauze voll haben?

      Und nachdem, was Politiker in aller Welt verzapfen, wundert es nicht, wenn immer mehr Leute denen die Arschkarte zeigen, mal salopp gesagt. *g* Auch wenn ich auf das Internet, speziell die Nachrichtenseiten, in dem Fall nicht viel gebe, solche Skandale wie den um Guttenberg z.B. hätte man ohne wohl nie aufgeklärt.

      Irgendwie hat Obama allein wegen seiner Direktheit da schon einen Stein bei mir im Brett. Ich meine, wann hat zuletzt mal einer unserer Luschen (pardon Politiker) sich wirklich offen zu etwas geäußert, statt ewig um den heißen Brei herumzureden und am besten gar keine Meinung zu haben?

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  2. Hallo!

    Also eigentlich bin ich niemand der sich sehr für Politik interessiert, doch Obama hat so etwas von JFK und ich denke er bringt seinem Land einiges an frischem Wind. Wobei, hätte damals Hillary gewonnen wäre das auch ein Fortschritt für die USA. Immerhin wäre eine Frau genauso sensationell gewesen wie ein farbiger Präsident.
    Obama hat eine große Vision und versucht sein bestes sie umzusetzen und real werden zu lassen, auch wenn ihm täglich Berge von Steinen in den Weg gelegt werden.
    Ich habe Familie in den USA und ich muss leider sagen sie haben alle Mc Cain gewählt. Auf meine Frage weshalb sie das getan haben bekam ich im Großen und Ganzen die gleiche Antwort. Zwar seien sie auch für eine geregelte Krankenversicherung oder die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren, doch vorrangig sei das nicht. Eher sollten angefangene Dinge der Vorgänger fertiggestellt werden, wenn ich auch keine Ahnung hab was das so alles gewesen ist. Doch die festgefahrenen und prüden Ansichten der Amerikaner sind einfach noch zu festgefahren im Kopf der Leute, auch wenn vieles sich inzwischen gewandelt hat. Viele im Land sehen Obama nicht in dem strahlenden Licht wie wir aus Europa. Auch wenn ich ein absoluter Obama Fan bin, so lebe ich nicht dort, vielleicht würde sich mein Blickwinkel dadurch auch etwas ändern.

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    1. Da geht es dir nicht viel anders als mir. Politik war und ist nicht gerade meine Welt, daran kann auch Obama nichts ändern. Aber dennoch weiß ich Aussagen wie die obrige von ihm durchaus zu schätzen. Allein schon aus dem Grund, dass in der heutigen (modernen) Zeit immer noch viel zu viele Menschen schief angesehen werden, nur weil nicht so sind wie der Durchschnitt.

      Vielleicht wird es noch lange dauern, bis sich das ändert, vielleicht tut es das auch nie, aber zumindest hat Obama sich getraut, seine Meinung offen zu sagen und das werde ich ihm immer hoch anrechnen. Denn damit gehört er unter der Politikerriege zu einer aussterbenden Rasse.

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