Donnerstag, 3. Mai 2012

Servicewüste Deutschland?

Dass die Deutsche Post nicht gerade mein Lieblingsdienstleister ist, wissen einige Leser hier schon länger. Immerhin habe ich mich oft genug über den Laden ausgelassen, wenn Pakete wieder mal sonst wo landeten, nur nicht vor meiner Tür. Und heute hat der "Verein" erneut bewiesen, dass er nichts taugt. Ich weiß schon, warum ich lieber mit Hermes zusammenarbeite, tze.

Am 20. April habe ich mir 3 Bücher bestellt. Normalerweise dauert so eine Lieferung drei Tage, aber als am 30. April immer noch nichts da war, habe ich mal bei Thalia nachgefragt. Sie baten um Rückmeldung, wenn bis zum 02. Mai ebenfalls kein Postmensch bei mir klingelt. Die Rückmeldung erfolgte gestern prompt und heute Morgen erhielt ich eine lange Entschuldigungsmail von Thalia, dass die Post die Bücher wohl verschlampt hat und sie mir neue schicken. Solchen Service möchte ich mal bei der Post erleben. Dürfte ein Wunschtraum bleiben, denn Beschwerdemails haben die schon einige gekriegt, worauf ich sogar mal einen Entschuldigungsbrief bekam. Nicht, dass der Service seither besser geworden wäre, aber was habe ich auch erwartet?

Und wo ich schon mal dabei bin, mich ein wenig zu ärgern, wer von euch mag eigentlich Behörden/Ämter? Und wer von euch hatte schon mal Ärger mit denen? Wer jetzt nickt, dürfte in guter Gesellschaft sein, denn auch wenn mit Sicherheit nicht alle Beamte/Mitarbeiter keine Ahnung haben, frage ich mich so langsam doch, was die Leute, mit denen ich zu tun habe, eigentlich gelernt haben, wenn sie es nicht hinkriegen, eine einfache Berechnung richtig zu machen? Seit ich Freiberufler bin, schreibe ich einen Widerspruch nach dem anderen, weil ständig Einkommen falsch berechnet oder einfach abgezogen wird, obwohl es mir zusteht, etc. Dasselbe Theater hat meine Mitbewohnerin mit ihrer Krankenkasse, die es seit sage und schreibe 9 Monaten nicht auf die Reihe kriegt, den Mitgliedsbeitrag richtig zu berechnen.

Ich weiß schon, warum ich damals beschloss, meine eigene Buchführung zu veranstalten und mich lieber nicht auf die offziellen Berechnungen zu verlassen. Dabei dachte ich anfangs, es wäre den Aufwand nicht wert. Heute weiß ich, dass die Idee verdammt gut war, denn ich rechne mittlerweile jeden Monat nach und, wie gesagt, schreibe dann allgemein einen Widerspruch. Es geht zwar oft "nur" um Beträge unter 50 Euro, aber warum soll ich auf das Geld verzichten? Ich habe schließlich Rechnungen zu bezahlen. Und so riesig ist mein Einkommen als Kleinunternehmer nun auch wieder nicht, dass man da viel falsch machte könnte. Dachte ich zumindest. Allerdings erwarte ich von Behörden in puncto korrektes Rechnen scheinbar zuviel.

Kommentare:

  1. Ich finde es ja toll, dass man nicht nur in Österreich nix mit der Post anfangen kann. Es ist wirklich eine Katastrophe.

    Einmal haben sie sogar einen Erlagschein verschlammt. Und dann bekam ich plötzlich eine Mahnung und ich dachte mir nur: What the fuck?! Ich hab doch gar nix bekommen.

    Und bei den Behörden und den Ämtern läuft es genauso. Es ist wirklich eine Katastrophe!

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    1. Ich glaube, es gibt kaum Jemanden, der sich noch nicht wegen so was geärgert hat. Aber wehe, unsereins vergisst mal etwas abzugeben oder so, dann flattern sofort Mahnungen ins Haus.

      Ämter. Tze. Die meisten kann man echt vergessen. Würde ich so arbeiten wie die, säße ich längst auf der Straße, habe ich teils das Gefühl.

      Wenn ich da an letztes Weihnachten denke, wo 4x hintereinander Pakete einfach irgendwo abgestellt wurden und 1x sogar der Hinweisschein, wo das Paket ist, unausgefüllt im Briefkasten landete - Boah, da wächst mir heute noch 'ne Feder. Wie soll ich bitteschön herausfinden, wo das Paket ist, wenn die zu faul sind, den Namen draufzuschreiben. Von den Malen, wo nicht mal geklingelt wird, sondern einfach hingeschrieben wird, es war keiner da, gar nicht zu reden. Die Post ist so ein Saftladen manchmal.

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  2. tjaaa, liebe Matty ;)

    Ich will eigentlich nicht damit anfangen... aber zum aufbauen sag ich dir gerne mal, dass es extrem schwierig ist eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland zu bekommen, obwohl wir schon ÜBER ein halbes Jahr verheiratet waren, mein Mann eine sichere Arbeitsstelle hatte, Krankenkasse usw vorweisen konnte... ich dachte ich werde wahnsinnig.
    Endlich hatten wir die Aufenthaltsgenehmigung (für ein Jahr, also geht der Spass diesen Monat wieder los... :( ) und versuchen freiwillig seit einem Jahr Steuern zu bezahlen, da wollen die Papiere haben wo ich mir nur an den Kopf fasse und mich frage ob die noch dicht sind... Jetzt haben wir wieder eine ewige Baustelle.... *grml*

    Naja, und Post verkneife ich mir lieber ganz dezent, was die alles in den Zoll für Murks reingeben, obwohl Geschenk drauf steht oder die Beträge so niedrig sind dass sich das hinfahren zum Zollamt nicht mal lohnt...

    Das Problem mit der Paketzustellung kenne ich mittlerweile, da habe ich allen Bekannten gesagt, dass sie ihre Anschrift unleserlich draufschreiben sollen, damit haben die die Zustellung meistens zweimal versucht, dass heisst wenn ich im Urlaub bin krieg ich die Dinger trotzdem :)

    GlG Siri

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    1. Bei so was könnte ich mich auch jedes Mal drüber aufregen. Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern abläuft, aber der Papierwust hier für den kleinsten Fitzel ist ein Witz.

      Da müssen 12 Seiten Anträge ausgefüllt werden, obwohl man nur auf 2 Seiten was anzukreuzen hat, weil der Rest uninteressant ist. Von dem Fachchinesisch, für das man oft erstmal einen Übersetzer braucht, um zu begreifen, was die wollen, gar nicht zu reden. Ich habe mittlerweile schon Vordrucke hier für Widersprüche, wo ich nur noch Datum und Daten aktualisieren muss. Das ist lächerlich, echt.

      Kein Wunder, dass da viele sagen, den Mist machen sie nicht mit. Egal ob jobmäßig, in puncto Aufenthalt oder sonst wie. *Kopf schüttelt*

      Und die Post hätte wahrscheinlich auch kein solches Serviceproblem, wenn sie ihre Leute mal vernünftig bezahlen würde.

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    2. Erschreckend ist auch einfach, dass mein Mann den Finanzbehörden gar nicht aufgefallen wäre, wenn er sich nicht selber bei denen gemeldet hätte... Hätte er besser sein lassen, dann hätten wir den Stress nicht... naja, ehrlich ist in dem Fall nicht ideal

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    3. Ehrlich ist heutzutage in vielen Fällen nicht mehr ideal, was ich an sich schlimm finde, aber im Endeffekt auch die Leute verstehen kann, die lieber schwarz die Hand aufhalten, statt sich ewig und drei Tage mit den Behörden rumärgern, wenn's um ein bisschen Geld verdienen geht.

      Eigentlich furchtbar so zu denken, oder? *sfz*

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  3. Auf die Post bin ich grade gar nicht gut zu sprechen -.- Vor allem, weil sie vor kurzem erst einen Brief verschlampt haben. Hätte eigentlich schon vor zwei Wochen ankommen müssen, aber nichts.

    Und wenn man mal nicht da ist, dann bekommt man nicht mal einen Hinweis im Briefkasten, wo das Paket jetzt steckt. Da darf man dann auf gut Glück zu den Nachbarn oder zur Filiale rennen.

    Zu den Ämtern kann ich nichts sagen, da muss ich mich zum Glück noch nicht mit herumschlagen :)

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    1. Dito. Ich nicke hier gerade.

      Wie oft bin ich schon im Haus rumgelatscht und habe gefragt, ob sie zufällig was angenommen haben. Boah. Am schlimmsten finde ich es allerdings, wenn schwere Sachen einfach nicht geliefert werden. Stattdessen Zettel rein und man soll's selbst abholen. Klaro, es hat ja auch jeder ein Auto und kann mal lockern 30kg Pakete schleppen? (Wir bestellen regelmäßig Katzenfutter als Großbestellung online.)

      Wichtige Post? Ach, ist leider weg. Ja, toll... Ich habe für wirklich Wichtiges mittlerweile Einschreiben hier, sicher ist sicher.

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    2. Das ist dann mal richtig bescheuert. Da geht es bei meinen gelegentlichen Büchersendungen ja noch. Die kann ich noch mit dem Rad abholen.

      Wenn es wirklich wichtige Sachen sind, würde ich das vermutlich auch machen. Dieser Brief war "nur" ein kleiner Dankeschön-Brief, aber ärgerlich ist es trotzdem. -.-'

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    3. Ja, eben. Ob "nur" ein Dankeschön-Brief oder eben eine schwere Bestellung, die Post wirbt schließlich mit Service, also soll sie ihn auch liefern. Bzw. einfach mal ihre Angestellten vernünftig bezahlen, aber das würde jetzt zuweit vom Thema wegführen. *g*

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    4. Genau. Ich hoffe ja immernoch, dass der Brief irgendwie auftaucht oder versehentlich bei den Nachbarn gelandet ist... Die Empfängerin war zwischendrin nämlich im Urlaub...

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