Sonntag, 20. Mai 2012

Zickenkrieg statt Rezensionen

Da ich wirklich gerne Rezensionen schreibe, ob Bücher oder Filme, habe ich mir in letzter Zeit mal den Spaß gemacht und auf verschiedenen Seiten die Kommentare zu den Sachen angeschaut, die ich gesehen und gelesen habe. Das Ergebnis ist erschreckend, zumindest bei den Filmen. Es gibt zwar auch zu Büchern Rezensionen, bei denen ich mich frage, ob der Verfasser die Geschichte wirklich gelesen und vor allem verstanden hat, aber es hält sich in Grenzen.

Was mir aber auf den Filmseiten über den Weg gelaufen ist, hat mich am Ende nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln lassen. Ich habe selten so viele unqualifizierte, beleidigende, fehlerhafte und zum Teil auch einfach nur dumme Kommentare gesehen. Keine Ahnung, wer da seine Meinung los lässt, aber die meisten Verfasser haben entweder nie den Deutschunterricht besucht oder sind nur da, um andere Kommentarschreiber dumm anzumachen.

Wirkliche Rezensionen, die etwas über den Inhalt des Films, seine Charaktere und vor allem die Meinung des Zuschauers zeigen, findet man dort so gut wie gar nicht. Ich kann mich an eine Handvoll erinnern, die meiner Meinung nach gut waren, die jedoch allesamt mit dummen Sprüchen kommentiert waren, wo ich mir dachte, hoffentlich hat der Verfasser der Rezension das nicht gelesen.

Wie kann man sich nur so aufführen? Ich finde es schon affig, wenn jemand einen anonymen Kommentar schreibt, aber das ist echt der Gipfel dort. Anmelden werde ich mich jedenfalls auf keiner der Seiten, um meine Meinung zu den Filmen zu schreiben. Sorry, aber so ein Verhalten finde ich unmöglich. Da bleibe ich lieber hier im Blog, wo ich mir sicher sein kann, dass bei Interesse an dem Film oder Buch vernünftige Kommentare kommen und kein, Zitat: "Was für ein Scheiß. Hab' nach 5 Minuten ausgemacht."
(Die 6 Rechtschreibfehler in diesen zwei Sätzen habe ich übrigens nicht übernommen, das wollte ich euch nicht antun. *hust*)

Kommentare:

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Wenn man sich Rezensionen sucht, kommt man meistens an solchen, die wirklich überhaupt nichts aussagen. Aber ich schätze für solche Personen ist es einfach nur wichtig, etwas im Internet verewigt zu haben und dabei ist es egal ob es Rechtschreibfehler gibt oder ob der Inhalt nichtssagen ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich verstehe das auch nicht. Ich habe da soviele gesehen, die meinten, sie hätten nach 5 Minuten ausgemacht, weil's Scheiße ist. Sorry, aber nach 5 Minuten weiß man bei vielen Filmen noch nicht mal worum es geht. Was soll das denn bitte für eine Rezension sein?

      Deine Einschätzung teile ich übrigens aus tiefster Überzeugung. Das sieht man tagtäglich auf Newsseiten in den Kommentaren. Hauptsache, man hat irgendwelchen Müll geschrieben. Furchtbar so was. *schauder*

      Löschen
  2. Tja, so ist das halt, wenn sich jeder zu einem Literatur- oder Filmkritiker berufen fühlt und meint, dass er seine Meinung der ganzen Welt mitteilen muss. *g* Oder wenn jemand einfach nur Lust hat ein bisschen zu pöbeln...

    Ich muss sagen, dass ich für gute Rezensionen schon immer sehr dankbar bin. Auf Amazon zum Beispiel findet man oft ja wirklich welche, die einem helfen einen Film, oder das Buch einschätzen zu können. Allerdings gibt es auch dort Kritiken, bei denen dann man nur mit dem Kopf schütteln muss. (weil auch die Bewertung nicht dem entspricht, was die Autoren der Kritik schreiben. Beispiel bei der neuen CD der Toten Hosen. Die haben ja zu dem neuen Album eine Bonuscd mit lauter gecoverten Liedern herausgebracht unter anderem mit "Schrei nach Liebe." Eine Rezension dann mit einem Stern zu vergeben und zu schreiben: "Warum werden die Onkelz erneut als rechte Band bezeichnet? Aber Album ist sonst ganz gut." ist dann doch echt dämlich. Aber man hängt sich an einer Textzeile eines gecoverten (!) Songs auf und gibt nur einen Stern, obwohl man das Album ganz gut findet? Aber okay.)

    Was du schreibst klingt schon ziemlich niveaulos.Ich hätte wohl auch keine Lust dort Rezensionen zu verfassen (mal davon abgesehen, dass ich das wohl auch nicht sinnvoll hinbekommen würde *g*), wenn man dann wohl dafür angemacht wird.

    Prinzipiell finde ich, dass man um eine Meinung zu einem Film oder einem Buch haben zu können man zumindest mal einiges des Filmes gesehen haben sollte. Ansonsten kann oder darf man sich schlichtweg kein Urteil erlauben. Es gibt ja auch viele Bücher und Filme, die eine ganze Weile brauchen, bis sie in Fahrt kommen. Obwohl ich jetzt gleich sicher mit Steinen beworfen werde, ich fand zum Beispiel den Anfang von Titanic auch eher langweilig. Man muss ja auch erstmal die Charaktere kennenlernen und verstehen, worum es in einem Film geht. Und nach 5 Minuten kann man einen Film schlichtweg nicht beurteilen.

    So, ich laber zu viel. Kopf ---> Wand.
    Vielleicht sollte ich einfach noch etwas weiterarbeiten, anstatt hier große Worte zu schwingen.

    Sue

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, auf Amazon war ich auch, aber da dort jede Menge durch Texter geschönt wird, bin ich mittlerweile sehr vorsichtig und gucke genau, wer da was schreibt. Gut, bei Büchern und Filmen ist es nicht so schlimm, wie bei technischen Produkten, also kann man da wirklich noch eher von ausgehen, dass der Verfasser auch wirklich gelesen/gesehen hat, was er kommentiert.

      Ähm, mal ganz doof gefragt, was haben die Onkelz denn mit den Toten Hosen zu tun? War der Verfasser der Rezension besoffen, oder was? Da ich keine der Bands höre, kann ich gerade nur ratlos die Schultern zucken, aber so was ist in meinen Augen keine Rezension.

      Eben drum. Ich meine, wenn ein Buch so schlecht ist, dass man es nicht zu Ende schafft, kann man trotzdem rezensieren, aber doch bitte vernünftig. Gleiches gilt für Filme. Ich halte da meist schon den Mund, wenn ich wirklich gar nichts vom Film/Buch halte, aber wenn ich Geld für ein Buch ausgebe, muss der Autor damit rechnen, dass es mir eben nicht gefällt. Dennoch kann ich das vernünftig ausdrücken und nicht im allseits beliebten: "Was für ein Scheiß." Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich das gelesen habe. Kennen die Leute nur noch Schimpfwörter?

      Und ich finde Titanic ebenfalls viel zu langatmig. Dennoch ist die Geschichte schön und das würde ich auch immer so sagen. Genauso würde ich sagen, dass ich Leonardo DiCaprio einfach nicht ab kann. Der Mann kann noch so gut spielen, ich mag den Kerl einfach nicht. Dafür fand ich z.B. die Kleider von Kate Winslet und überhaupt ihre Rolle in Titanic einfach nur gelungen. James Cameron hat einen erstklassigen Film gemacht, keine Frage, aber eine Stunde kürzer wäre er auch okay gewesen. *lol*

      Wie gesagt, ich kann weder nach 5 Minuten einen Film, noch nach 10 Seiten ein Buch beurteilen - okay, bei John Asht brauchte ich nicht mal 5 Seiten, aber Ausnahmen gibt's ja immer. *prust*

      Löschen
    2. *lach* Ich muss ja zugeben, dass ich oft "Scheiße" sage. *wegduck*

      Jetzt zerstörst du meine Illusionen mit den Textern. Da werden echt die Produkte durch Texter beschönt? Okay. Bei technischen Produkten erstaunt mich das jetzt nicht soo, aber bei Filmen und Büchern hatte ich wirklich gehofft, dass die Leute das auch so meinen, was sie schreiben. Aber nun ja. Du sagst ja, dass es da noch nicht so schlimm ist. *g*

      Hm. Also Tote Hosen und Onkelz. Es geht um den Song von den Ärzten: Schrei nach Liebe. Da kommt eine Zeile vor, die sich gegen die Onkelz richtet und diese halt als rechtextrem einstuft.
      Die Toten Hosen haben das Lied gecovert auf ihrer Bonuscd und halt den Text nicht geändert und das hat den Autor (wohl ein Onkelzfan) gestört. Es ist halt lächerlich deswegen das eigentliche Album dann so zu bewerten.

      Aber egal. ;) ist auch nicht wichtig, da es eh keine ordentliche Rezension war, da man dort auch schreiben sollte, was man an einem Buch/Film/Musik gut oder schlecht findet. Geschichte/Schauspieler/Bild etc...

      ich fand halt vor allem den Anfang sehr langatmig und du hast recht, eine Stunde kürzer wäre er auch okay gewesen.^^

      Sue

      Löschen
    3. Gegen "Scheiße" ist ja nicht mal was auszusetzen, ich benutze das Wort auch. Aber doch bitte nicht in Rezensionen, oder sagen wir es so, wenn schon benutzen, dann bitte mit Erklärung, was denn nun Scheiße war und warum.

      John Asht ist das Paradebeispiel für gekaufte Rezensionen, was sein Buch angeht, aber ansonsten weiß ich es definitiv von Technikprodukten. ;-)

      Ah, ein Licht geht auf. Ich bin grad nicht sicher, aber wurden die Onkelz nicht ohnehin immer/oft als rechts eingestuft? Mein Schwager ist ein Fan und der meinte mal, das man da an Musik nur schwer rankommt, weil die auf dem Index stehen. Ist aber schon eine Weile her.

      Aber mit einer Bewertung hat das trotzdem nichts zu tun, da hast du Recht.

      Löschen
    4. Ja, in einer sinnvollen Rezension hat das Wort nichts zu suchen, da gebe ich dir recht. Und eine Erklärung, was man dann an dem Film schlecht findet, gehört natürlich dazu.

      Ja, deswegen hatten die Ärzte das in dem Song (der sich gegen Rechtsextremismus) auch damals so geschrieben. Das ist ewig her und die Onkelz (Soweit ich weiß, ist jetzt auch nicht ganz meine Materie) haben sich wohl davon losgesagt. Ob das stimmt, oder nicht, oder ob ich das hier falsch sehe...^^ Keine Ahnung. Ist mir persönlich auch wurscht. Da ich die nicht höre. Ich fand halt diese Pseudo-Rezension nur zum Kopfschütteln.

      Ich musste gleich mal nach dem Herrn suchen :D Ich lese mir nachher mal eine Leseprobe durch. *g* Aber jetzt muss ich erst mal den Epilog lesen und reviewen. *g*

      Sue

      Löschen
    5. Oh mein Gott, jetzt sag' nicht, du hast bisher nix von John Asht gehört. Falls ja, ich warne dich vor, nix essen und nix trinken, wenn du seine Leseprobe liest - es könnte dir aus dem entsetzt offenstehenden Mund fallen. *hust*

      Und was deinen Einwand wegen Gwens Unfall im Colin-Epilog angeht, sagt dir Buch 7 was? *g* Oder glaubst du ernsthaft, ich hätte das vergessen? ;-)

      Löschen
    6. *lach* nein, ich hatte tatsächlich bisher noch nichts vom ihm gehört :D Schuldig. :D

      Wobei mich diese Geschichte mit den Rezensionen (er hat da gegen eine gehetzt? hab ich irgendwie aus den anderen Rezensionen entnommen (?)) da schon sehr interessiert. Ich habe jetzt mal mit der Leseprobe angefangen. Die erste Seite klingt ja nach einem sehr "biblischen" Schreistil. Was ist denn eine mystische Mädchenfrau?

      Nein. Eigentlich hätte ich nicht erwartet, dass du das vergessen hast, deswegen hat mich das gerade auch total irritiert und deswegen habe ich das auch in mein Review geschrieben, in der Hoffnung, dass du nicht böse bist. Aber okay. Stimmt Buch 7. Das macht natürlich Sinn.
      Na, dann habe ich ja noch Hoffnung auf eine Antwort^^

      Sue

      Löschen
    7. Jap, genau. Ich habe das damals von Anfang an mitgekriegt, was der Kerl abgezogen hat und das bei einem Schreibstil, der wirklich unter aller Sau ist, um mal drastisch zu werden. *sich schüttelt*

      Und böse bin ich dir ganz sicher nicht. *g* Es hat nur einfach nicht mehr in diese Geschichte gepasst, deshalb wird Kilian es später selbst erzählen. Ich habe da auch schon eine Idee zu. ;-)

      Löschen
    8. Ja, der Stil ist schon sehr eigen. Ich habe relativ schnell aufgegeben, muss ich sagen. Indianermami... ??? Bitte was? *kopfschüttelt*
      Nun ja. Wie war das doch noch mit Bücher veröffentlichen = Autor? *hust*
      Was ich da gerade in den Rezensionen gelesen habe, muss ich ehrlich sagen, dass das schon echt heftig klingt, was der Kerl da abgezogen hat. Und auf Fanfiktion übertragen. Das ist ja irgendwie, als ob man anonyme Reviews zu seiner eigenen Geschichte schreibt und schreiben lässt. Und das bei einem Buch, damit er auch ja noch ein paar 5 Sterne bekommt...

      Dann ist ja gut^^ Ist auch verständlich, dass das nicht mehr in die Geschichte gepasst hätte. Und da Kilian sein eigenes Buch bekommt, ist das auch plausibel, dass du das dann da verarbeitest. Ich frag mich gerade wirklich, wieso ich nicht darauf gekommen bin? Nun ja. Egal. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das entwickelt.

      Löschen
    9. Du hättest mal die Sexszene lesen sollen. *würg* Der Mann hat nämlich auch einen Blog und da stehen Sachen drin, alter Falter. *sich schüttelt*

      Es hätte ja sein können, dass ich dazu wirklich noch was im Epilog schreibe. *g* Von daher ist deine Frage danach also nicht abwegig. Ach übrigens, deine Review hat gerade dafür gesorgt, dass ich die Szene mit dem Unfall schreibe. ;-) Kilian hat mit Dale fast einen Autounfall und das reicht als Auslöser, dass er nach einem Streit mit seinen Vätern ausflippt und sich dann nachts im Traum plötzlich erinnert und schreiend aufwacht.

      Löschen
    10. Oje. Ich glaube, da habe ich nichts verpasst. Ich mag Sexszenen in den meisten Fällen eh nicht soooo. Und wnen dann noch womöglich die Indianermami (ich stolper gerade echt über das Wort...)...
      Wenn ich mir vorstelle, dass ich für das Buch 20 Euro ausgegeben hätte...

      Ah. Dann hatte mein Review ja etwas Gutes^^ Wenn es dich bzw. deine Muse inspiriert. Und der Zusammenhang ist auch logisch und nachvollziehbar. Also ein Autounfall mit Dale zusammen mit dem Streit als Auslöser, um sich wieder zu erinnern... :)

      Sue

      Löschen

Fragen, Wünsche, Anmerkungen, lustiges Gelaber? Mir ist alles Willkommen. Traut euch. Ich beiße nicht. :-)