Donnerstag, 5. Juli 2012

Der Mensch - das nörgelnde Kleinkind

Ich schüttle derzeit mal wieder ständig den Kopf. Über User in Foren, meine Nachbarn und diverse Leute, die mal langsam in die Realität zurückkommen sollten. Sagt mal, wann hat das eigentlich angefangen, dass sich Menschen wegen jedem Müll in die Haare kriegen? War das schon immer so, oder kommt es mir nur so vor, dass sich das in letzter Zeit extrem verstärkt hat?

Letztens habe ich ja diese zum Teil wirklich strunzdämliche Diskussion über Schwangere hier schon kommentiert, und es geht noch viel besser. Da regen sich Menschen darüber auf, dass Firmen es wagen, ihnen Jobs für 9 Euro/Stunde anzubieten. Da wird sich morgens um 7 Uhr direkt unter meinem Fenster darüber mokiert, dass das Baby der Nachbarn letzte Nacht gebrüllt hat. Eine halbe Stunde später veranstalten andere Nachbarn ihren neuesten Ehekrach so hörbar im Haus, dass noch drei Tage später darüber gelacht wird. Und dann diese Diskussion um Hundesabber auf FF.de

Mal ehrlich, haben die Leute nichts Anderes mehr zu tun, als zu nörgeln, zu jammern, zu stänkern oder sich zu streiten? Kann man den Tag nicht mal mit einem Lächeln und guter Laune beginnen? Sich einfach über die kleinen Dinge freuen und wenn es nur gutes Wetter ist. Wieso müssen Menschen immer in allem ein Haar in der Suppe finden? Echt mal, es nervt beizeiten.

Dann wollen Frauen eben keine Kinder – ist schließlich ihre Sache. Dann bietet einem jemand einen Job für 9 Euro/Stunde an – wem's nicht passt, muss ihn ja nicht machen. Dann schreit ein Baby eben nachts – das tun die gelegentlich, vor allem in den ersten Monaten. Und nur weil das Haus hellhörig ist, muss ich noch lange nicht jeden Ehestreit der Nachbarn kommentieren. Und wer Hundesabber nicht in seinem Gesicht oder im Gesicht seiner Kinder will, der achtet eben darauf, dass das nicht passiert und gut ist.

Was ist nur dermaßen schwer daran geworden, andere Meinungen so zu akzeptieren wie sie sind?