Mittwoch, 25. Juli 2012

Fremdschämen

Ich hätte ja nie gedacht, dass ich zu dem Kerl hier mal etwas schreibe, aber Mister Superautor himself John Asht ist das Paradebeispiel dafür, wie man es nicht tun sollte. Das gilt sowohl für das Schreiben als auch für das Benehmen, denn beides beherrscht er – oh Wunder – nicht. Gar nicht. Wirklich nicht. Ich weiß ja, dass heutzutage aller möglicher Murks veröffentlicht wird, aber ganz ehrlich, bevor mal jemand zu mir sagt, „Du, kennst du eigentlich deinen Autorkollegen J.A.?“, lasse ich das mit dem Buch veröffentlichen lieber.

Wie kann ein Mensch nur so daneben sein? Ich weiß nicht, ob er wirklich so ist oder ob das Ganze eine Dauershow ist, was auch schon vermutet wurde, denn soviel Dummheit kann eigentlich nur gespielt sein, aber es ist in jedem Fall wie der berühmte Autounfall. Man kann nicht weggucken. Das faszinierende Grauen oder so. Keine Ahnung, wie ich es sonst nennen soll.

Zumindest erheitert der Mann seit Monaten immer mal wieder meine Tage. Ich weiß noch, als ich mir im Frühjahr seine Novelle antat – bis zur Sexszene bin ich vorgedrungen, mit Unterstützung zweier Freundinnen. Wir haben noch Tage später darüber gelacht. Genauso gelacht habe ich über diverse Ergüsse seiner Lordschaft im eigenen Blog und aktuell ist Facebook dran. Da bin ich zwar nicht angemeldet, aber das muss ich auch nicht, um mitverfolgen zu können, was da abgeht.

Es ist einerseits herrlich, andererseits schäme ich mich eigentlich ständig fremd, denn der Mann veröffentlicht tatsächlich Bücher. Bücher, die man kaufen kann. Ich weiß nicht, ob ich es nur peinlich oder furchtbar finden soll, wenn Verlage so einen Murks auf die Leserschaft loslassen, sowohl schreiberisch als auch menschlich gesehen, denn ich glaube, jeder hier hat mitgekriegt, was John Asht damals mit einer Leserin veranstaltet hat, die es wagte sein superdupertolles Buch zu kritisieren.

Wenn solche Autoren die Zukunft des Buchhandels sind, na dann Gute Nacht.