Freitag, 3. August 2012

Fanfictions zu euren Freien Werken?

Ich bin heute beim Updaten und nebenbei im Forum herumstöbern auf einen interessanten Thread gestoßen, den ich beim Lesen mehrfach abgenickt habe. Da von meinen Lesern einige selbst Autoren sind, bin ich neugierig geworden, was ihr davon haltet. Es geht um diese Frage:

Würdet ihr Fanfictions zu euren Freien Werken/Buchveröffentlichungen erlauben?

Bis vor ein paar Jahren hätte ich dazu gesagt: „Klar, warum nicht?“ Heute sehe ich das etwas anders. Zum einen ist die Qualität vieler Geschichten rapide gesunken, besonders im FF-Bereich. Ich behaupte nicht, dass alles Müll ist, aber ich war lange genug in diversen Fandoms unterwegs, um das Schütteln zu kriegen, wenn ich sehe, was da für grottige Geschichten hochgeladen werden.

Das ist Übrigens auch mein Hauptproblem an der Sache, denn ich würde nicht wollen, das meine Charaktere so verhunzt werden. Wenn ich mal als Beispiel meine Ostküsten-Reihe nehme und die dortigen Pairings betrachte, will ich mir lieber nicht vorstellen, dass da jemand hingeht und plötzlich David mit Dominic verkuppelt, Connor mit Nick oder Adrian mit Samuel. Oder, was ich persönlich noch viel schlimmer fände, Adrian (Das gilt übrigens auch für meine anderen Jungs.) mit einem weiblichen OOC verheiratet und sie dann glücklich und zufrieden mit 10 Kindern ihr Leben leben. Von diesen ganzen Vergewohltätigungsgeschichten, Folterstories, unrealistische Sachen und was es da alles gibt, will ich gar nicht erst anfangen.

Dabei habe ich an sich nichts gegen gute Fanfictions. In gewissem Sinne ist es für den Autor ja auch eine Ehre, wenn Fans sich seiner Bücher annehmen und Geschichten darüber schreiben. Mein Problem ist nur, es gibt zu viele schlechte Geschichten und die zu ignorieren, ich weiß nicht, ob ich es könnte. Da wünsche ich mir echt ein dickeres Fell, aber solche Verwurstungen, wie oben genannt, gehen in meinen Augen gar nicht.

Da kann ich Autoren wie Anne Rice oder J.R. Ward verstehen, dass sie das nicht möchten und daher FFs zu ihren Geschichten verboten haben, denn ich würde mich damit auch verdammt unwohl fühlen.

Nun habe ich nicht vor, die Ostküsten-Reihe als Buch zu veröffentlichen, dennoch sind und bleiben diese Jungs meine „Babys“, um es mal so zu nennen und ich würde dagegen vorgehen, wenn ich irgendwo eine Story fände, wo deutlich ersichtlich ist, dass da von mir geklaut wurde. Inspirieren darf sich jeder soviel er möchte, dagegen hatte ich noch nie etwas und werde ich auch nie etwas haben, aber klauen sollte einfach nicht sein.

Die eigene Fantasie ist bekanntermaßen grenzenlos und ich habe mir schon etwas dabei gedacht, warum ich meine Jungs in genau der Weise zusammenbringe, wie ich es tue. Das bitte ich jeden Autor zu respektieren.