Sonntag, 30. September 2012

Einmal Kopfschütteln bitte

Wer beurteilt eigentlich, was gute oder schlechte Autoren sind? Ich? Verlage? Lektoren? Oder ihr als Leser von Büchern? Für mich ist die Antwort klar, denn Angebot und Nachfrage bestimmen das Geschäft. Das war schon immer so, auch im Buchhandel.

Das sehen einige User von FF.de derzeit scheinbar anders, denn wenn man sich eine aktuelle Diskussion über 'Bücher, die nicht gefielen' durchliest, haben Leser und Fans einiger Autoren (genannt werden dort u.a. E.L. James, Lara Adrian, Nalini Singh und J.R. Ward) offenbar durch die Bank weg das Niveau einer Zitrone, beziehungsweise sind nicht in der Lage etwas Anspruchsvolleres als einen Comic zu lesen.

Das klingt ziemlich krass, nicht wahr? Ich habe es mit Absicht so übertrieben in Worte gefasst, denn ich gehöre selbst zur Sparte, die abgesehen von E.L. James jede dieser Autorinnen liest und das sogar recht gerne.

Wenn es nach der o.g. Diskussion geht, stellen Leser von diesen Autorinnen also keine Ansprüche was Stil, Inhalt etc. geht? Gut zu wissen, oder? Mich überkam beim lesen einiger Beitrage dort stellenweise das Gefühl, ich müsste mich schon fast dafür schämen, Autorinnen wie Lara Adrian oder Nalini Singh zu mögen, und ich persönlich finde es ganz schön dreist, sich so über Leser zu äußern, die Spaß an diesen Geschichten haben.

Man mag von den genannten Autorinnen halten, was man möchte, aber obwohl ich E.L. James oder Biss z.B. gar nicht mag, stelle ich mich noch lange nicht hin und erkläre deren Leser und Fans für niveaulos.