Dienstag, 29. Januar 2013

Gedankenspiel

Wenn Väter, Brüder und Söhne in einer Buchreihe ihr Glück mit einer Frau finden,
nennt man das Romantik.

Wenn Väter, Brüder und Söhne in einer Buchreihe ihr Glück mit einem Mann finden,
nennt man das unrealistisch.

Wenn Mütter, Schwestern und Töchter in einer Buchreihe ihr Glück mit einem Mann finden,
nennt man das Beziehung.

Wenn Mütter, Schwestern und Töchter in einer Buchreihe ihr Glück mit einer Frau finden,
wird darüber die Nase gerümpft.


Warum kann es nicht einfach heißen:

"Wenn Menschen in einer Buchreihe ihr Glück finden, nennt man das Liebe."

Kommentare:

  1. Gute Frage.

    Vermutlich liegt es daran, dass die meisten einfach nicht begreifen, dass man Liebe nicht differenzieren kann und überhaupt nichts mit dem Geschlecht zu tun hat.

    Leider.

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    1. Mir ist das in letzter Zeit mehrfach aufgefallen. Wieso wird immer so sehr darauf hingewiesen, dass homoerotische Buchreihen unrealistisch sind? An Heterogeschichten derselben Machart stört sich im Gegensatz dazu kaum eeiner.

      Warum kann eine romantische Buchreihe nicht einfach eine romantische Buchreihe sein, ganz gleich ob sich da nun Männer in Frauen oder Männer in Männer bzw. Frauen in Frauen verlieben?

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    2. Ich weiß es nicht. Mir kommt es einfach vor, als wäre das wiederum ein gesellschaftlicher Aspekt. Es verändert sich nicht - es war früher nicht 'normal' und es ist heute noch 'unrealistisch' vor allem da ja alle homosexuellen Männer (Frauen werden gerne ausgenommen) sich nur in Darkrooms rumtreiben usw. Und das tragische ist einfach, dass man das heutzutage noch hört. *Kopf schüttel*

      Es wäre schön, wenn es so wäre. Es gibt ja keinen Unterschied, nur dass man sich eben in das selbe Geschlecht verliebt. Dass das für viele so ein großes Problem ist, ist mir einfach unverständlich. *sfz*

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    3. Ich nicke hier gerade, der Eindruck drängt sich wirklich immer wieder auf. Ganz nach dem Motto: Was nicht "Normal" ist, kann nicht realistisch sein.

      Boah, darüber könnte ich mich ewig und drei Tage aufregen. Na klar hängen Schwule nur in Seitenstraßen, Darkrooms oder auf Toiletten herum, um zu f*****. Dass diese Leute genauso "normale" Beziehungen leben und Kinder großziehen, wollen viele einfach nicht sehen. Ich find's unmöglich.

      Gleiches gilt für Frauen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass eine Frau, die sich als lesbisch outete, auf Arbeit gleich zurechtgewiesen wurde, sie möge doch bitte nicht die weibl. Kolleginnen anbaggern. Äh, hallo???

      Über manche Aussagen und die Menschen, aus deren Mündern sie kommen, kann man echt nur den Kopf schütteln.

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    4. Genau das ist auch meine Meinung. Ich meine, das hört man ja wirklich an jeder Ecke. Und da bringt es nichts zu diskutieren, das hab' ich einfach aufgegeben.

      Natürlich wollen sie das nicht sehen - denn Kinder brauchen Vater und Mutter und nicht Vater und Vater, oder Mutter und Mutter. Denn sowas zerstört die Ehe und vermutlich sind sie sogar schuld an der Erderwärmung. Das schlimmste ist ja einfach, dass viele Familien ihre Kinder vernachlässigen, schlagen oder missbrauchen und dann wollen sie trotzdem nicht, dass gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren oder großziehen? Ich meine, wo ist hier die Logik?

      Gott, das ist einfach nur zum Aufregen. Man sagt ja auch nicht zu heterosexuellen Frauen sie sollen ja nicht die männlichen Kollegen anbaggern, oder? Oh und was ja noch so toll ist: Lesben hatten einfach noch keinen Sex mit einem richtigen Kerl und homosexuelle Männer haben Angst vor Frauen. Ja, genau so ist das. *Augen überdreh'*

      Oh ja. Manchmal würde ich sie auch am liebsten so ordentlich durchschütteln.

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    5. Logik? Das ist ein Wort mit 5 Buchstaben, aber mehr auch nicht. Zumindest habe ich manchmal den Eindruck, wenn ich mir Argumente gegen Adoptionen durch Homosexuelle angucke oder überhaupt die Debatte darüber, dass diese bloß nicht heiraten dürfen, das wäre ja ein Frevel, Sakrileg und weiß der Teufel was. Die Welt würde untergehen, wenn Schwule heiraten. Das denken zumindest genug Leute. Schlimm so was.

      Oh ja, solche Aussagen sind genauso bescheuert. Es sollte schon jedem selbst überlassen sein, in wen er sich verliebt.

      Und gleiches sollte eben auch für Bücher gelten, finde ich. Gerade da, denn viele Leser nutzen doch Bücher vor allem, um zu genießen, sich zu entspannen und dem Alltag zu entfliehen. Vielleicht sehe ich das falsch, kann sein, aber wenn zwei Brüder in einer Geschichte schwul sind, stört mich das nicht die Bohne. Wenn sie hetero wären, würde sich schließlich auch keiner darüber wundern, oder? *g*

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    6. Klar, die treten dann mit pinken Pferden als apokalyptische Reiter auf. *hust*
      Es ist einfach nur schrecklich. Vor allem wenn man bedenkt, wie viele Kinder kein zu Hause haben, keine Familie und dann dürfen diejenigen, die sich so sehr Kinder wünschen keine adoptieren? Das ist einfach nur bitter.

      So sehe ich das auch. Ich finde es einfach schlimm, dass die Bücher noch so gut sein können und trotzdem schlecht gemacht werden, eben weil sie gleichgeschlechtliche Paare beinhalten. Das ist doch vollkommen egal. Das verschlechtert ja nicht das Buch. *grml*

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    7. Da gab es letztens eine Aussage irgendwo in den Nachrichten, ich weiß den Wortlaut nicht mehr, aber sinngemäß hieß es: "Kinder sind besser in Heimen aufgehoben, als bei schwulen Vätern." Ich glaube, das kam von irgendeinem Russen und wie die über Schwule denken, ist ja allgemein bekannt.

      Da hätte ich echt kotzen können. Wie oft werden Kinder vernachlässigt, verhungern oder werden misshandelt. Wo ist da das tradionelle Familienbild besser, frage ich mich? Wer will denn beurteilen, ob ein Kind bei 2 Vätern/Müttern schlechter aufgehoben ist, als bei Mutter und Vater. Das ist doch Bullshit, echt mal.

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    8. War ja klar, dass das von so jemanden kommt. *sfz* Dort dürften sie ja nicht mal protestieren, ohne dass sie verhaftet werden. *grml*

      Wer sagt das? Es ist bewiesen, dass Kinder aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sich nicht anders oder schlechter entwickeln als andere Kinder. Oft entwickeln sie sich sogar noch besser, weil der Familienzusammenhalt durch diversen Anfeindungen einfach besser ist. Und darauf kommt es doch an, oder? Sie hätten zwei Erziehungsberechtigte die alles für das Kind tun würden und es unterstützen würden. Was will man mehr? Sie bekommen Liebe, Geborgenheit und eine schöne Kindheit.

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    9. Um mal ganz fies zu sein: Es wäre ja auch schlimm, wenn homosexuelle Paare es am Ende besser könnten, als manch heterosexuelle.

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    10. Natürlich, weil es einfach alles auf den Kopf stellen würde. Und niemand könnte sich mehr hinter fadenscheinigen Aussagen verstecken.

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