Mittwoch, 12. Juni 2013

In eigener Sache

Ich muss jetzt mal etwas loswerden, das mich seit gestern beschäftigt und mittlerweile auch ziemlich verärgert hat. Es betrifft den Buchhändler Weltbild. Wer es nicht mitbekommen hat, darum geht es:

Weltbild schmeißt schwule Bücher aus dem Sortiment

Seit dem frühen Morgen erntet die Facebook-Seite von Weltbild dazu einen wütenden Kommentar nach dem anderen. Schließlich kam von Weltbild selbst diese Stellungnahme:

"Hallo, wir wollen zu den von Euch gestellten Fragen gerne Stellung beziehen. Wir bedauern es, wenn durch unsere Auswahl ein falscher Eindruck entsteht. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir uns wie andere Buchhändler auch vorbehalten, einzelne Titel und Verlage aus unterschiedlichsten Gründen nicht zu führen."

... x-fach kopiert unter unzählige Beiträge. Das fachte den Ärger der User nur noch mehr an und meiner Meinung nach, verdient Welbild diesen 'Shitstorm'. Wie ich es selbst auf FB schon schrieb, kenne ich genügend Bücher mit homoerotischem Inhalt, die stylistisch weit mehr zu bieten haben, als der zehnte Abklatsch von 50 Shades of Grey, aber diese Art von Buch darf weiter verkauft werden? Schwule Geschichten entsprechen nicht dem Weltbild der katholischen Kirche, denen Weltbild gehört, Erotikromane hingegen schon?

Verlogener geht es wohl nicht. Und das sage ich nicht nur, weil ich selbst Homoerotik schreibe, sonst weil ich es schlichtweg als diskriminierend gegenüber jenen Verlagen und Autoren empfinde, die diese Geschichte veröffentlichen und schreiben.

Homophobie in feinster Form und das im Jahr 2013. Weltbild sollte ich schämen.