Freitag, 5. Juli 2013

11 Fragen – Interview

Ich wurde von Raik Thorstad zu diesem Bloginterview eingeladen und dachte mir, den Spaß machst du einfach mal mit. Dankeschön dafür. :-)

Das Ganze funktioniert wie folgt:

- Als Dankeschön verlinkt man den einladenden Schreiberling.
- Seine 11 gestellten Fragen werden, wenn möglich, beantwortet.
- Man denkt sich selbst 11 neue Fragen aus und
… lädt fünf Blogger zum Interview ein, die weniger als 200 Follower haben.

Und hier kommen die Fragen, die Raik sich ausgedacht hat.




1. Wie stehst du zu Begriffen wie Wert und Nachhaltigkeit von Büchern in Bezug auf die heutige Zeit?
=> Haben Bücher einen Wert? Hinterlassen sie nachhaltig Spuren? Einige mit Sicherheit, andere nicht. Für mich sind Bücher einfach lebenswichtig. Ich habe meine Favoriten, die ich selbst nach Jahren noch in- und auswendig kenne, während ich andere lese und schnell wieder vergesse.

2. Wenn man dir gestatten würde, ein einzelnes Buch umzuschreiben, welches wäre das und warum? Wie würdest du dem Autor begründen, warum du in sein Werk eingegriffen hast?
=> Ich würde ablehnen, so etwas zu tun, weil ich einem anderen Autor nicht in seine Schreiberei eingreifen will. Es gibt immer irgendetwas, das Lesern an einem Buch nicht gefällt, das man selbst anders schreiben würde … Und dazu sage ich nur: „Dann mach' es. Schreib' selbst ein Buch.“ Aber eine bestehende Geschichte von einem anderen Schreiberling umschreiben? Das käme für mich nicht infrage.

3. Kannst du dich erinnern, welches dein allererstes selbst gelesenes Buch war und bei welcher Gelegenheit du es gelesen hast?
=> Da muss ich passen. Ich weiß es nicht mehr.

4. Die meisten Autoren haben mehrere Ideen im Kopf oder sogar in Arbeit. Gibt es ein Projekt, an das du dich selbst bisher nicht heranwagst und wenn ja, warum? (Detailberichte sind nicht nötig. Nicht, dass euch einer die Idee klaut. ;))
=> Ja&Nein. Ich werde bald Szenen für eine Geschichte schreiben, die mir sehr am Herzen liegt. Um diese Szenen schleiche ich bereits seit Monaten immer mal wieder herum, aus Angst, sie nicht vernünftig umsetzen zu können. Diese Szenen sind für die Entwicklung eines Hauptcharakters äußerst wichtig, deshalb will ich sie unbedingt in dem Buch haben, aber ich werde Blut und Wasser schwitzen, wenn es später darum geht, sie zu formulieren, denn etwas in der Art habe ich noch nie zuvor geschrieben.

5. Bist du schon einmal in eine Situation geraten, in der du den Eindruck hattest, dass sich jemand an deinem geistigen Eigentum bedient hat und wie hast du darauf reagiert?
=> Ich wurde schon mal beklaut, ja. Ganze Geschichten sogar. *g* Heute kann ich darüber lachen, damals fand ich das natürlich gar nicht komisch und war froh, als der Betreiber der Seite die Geschichten nach der Meldung ruckzuck sperrte. Wie ich heute reagieren würde, kann ich erst sagen, wenn es passiert

6. Gibt es Orte, Länder, Regionen, die dich besonders inspirieren und welche sind das?
=> Die Ostküste der USA. Wer meine Geschichten kennt, der weiß wieso. ;-) Ansonsten inspiriert mich die ganze Welt. Es gibt überall wunderschöne Ecken, die in meinen Geschichten schon in irgendeiner Form ein Zuhause gefunden haben. Wenn ich spontan ein paar Orte aufzählen sollte, wären das Australien, Alaska, besagte Ostküste und Irland.

7. Leser und Kritiker vergleichen gern den Stil eines Autoren mit dem anderer Schriftsteller. Siehst du für dich selbst Parallelen zu toten oder lebenden Schriftstellern?
=> Nein. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich mir darüber keinen Kopf mache. Ich vergleiche mich nicht mit anderen. Ich bin ich und schreibe, wie ich schreibe. Warum sollte ich den Stil eines anderen Autor kopieren oder nachahmen wollen, wenn ich derweil genauso gut meinen eigenen weiterentwickeln kann?

8. Bücher können Einfluss nehmen; egal zu welchen Themen. Gibt es Dinge, die du den Lesern offensiv oder auch eher subtil vermitteln möchtest?
=> Eine gute Frage. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und eigentlich fällt mir nur eines ein: „Das im Leben alles möglich ist. Man muss nur darum kämpfen.“

9. Kurzgeschichten: Wie stehst du dazu? Ja, nein, vielleicht, kann ich nicht oder vielleicht ganz anders?
=> Ich mag sie, ich kann sie nur nicht schreiben. *g* Ein Essay bekomme ich ja noch hin, aber allgemein läuft bei mir unter 50 Seiten nichts, und das sind in meinen Augen keine Kurzgeschichten mehr.

10. Hat das Schreiben deine eigenen Lesegewohnheiten verändert und wenn ja, wie?
=> Ja. Leider. Warum leider? Weil es mir mittlerweile schwerfällt, einfach nur zu lesen, richtig zu genießen. Ich formuliere beim Lesen häufig Sätze um und entdecke Fehler, die mir früher nie aufgefallen wären. Das kommt zum Teil ganz automatisch, ich kann nichts dagegen machen. Andererseits hat es auch den Vorteil, dass ich von Berufswegen her immer häufiger erkenne, wo welche Art von Schreiber beschäftigt wird. Das ist manchmal ganz amüsant, wenn man Artikel auf Seiten liest, die angeblich Wert auf journalistische Qualitätsarbeit legen, ihre Texte aber eindeutig in Börsen für 4 Euro das Stück kaufen.

11. Zum Abschluss eine ganz einfache Frage: Was ist dein großer Traum in Sachen Schriftstellerei?
=> Bei mir sind es sogar zwei Träume. Nummer 1 (und ich glaube, das möchten viele) – ich würde irgendwann gern vom reinen Schreiben leben können. Nummer 2 – einmal die Ostküste besuchen und all die Orte live kennenlernen, die immer wieder in meinen Geschichten vorkommen.



Und jetzt liegt es an mir, 11 neue Fragen aus dem Ärmel zu schütteln, wobei die meisten davon bestimmt schon in irgendeiner Form gestellt wurden. Ich richte sie an Leona Watts, Laya Talis, Karo Stein, Ashan Delon und Jule Fischer. (In der Hoffnung, dass ihr nicht schon tausend Mal gefragt wurdet. *gg*)

Mitmachen ist übrigens kein Muss. Wie immer bei solchen Sachen ... wer Lust hat, beteiligt sich, wer nicht, der wird ganz sicher nicht mit Wattebällchen beworfen. ;-)

Und hier sind meine Fragen:

1) Gibt es ein Buch, dass für dich einen großen Stellenwert hat. Wenn ja, warum? Was ist das Besondere für dich an diesem Buch?
2) Ist es dir wichtig, mit deinen veröffentlichten Büchern erfolgreich zu sein? Oder schreibst du mehr um des Schreibens willen?
3) Wenn du dein alltägliches Leben in die Plätze 1 (superwichtig) bis 10 (läuft nebenbei mit) unterteilen müsstest, an welcher Stelle stünde da das Schreiben und warum?
4) Es heißt oft, dass Autoren einen ganz eigenen Rhythmus haben, das Schreiben an die erste Stelle setzen, noch vor der Familie oder den Kinder – kannst du das bestätigen?
5) Kaffee, Schokolade, Musik oder oder oder … Was gehört für dich zum Schreiben unbedingt dazu?
6) Kannst du dir ein Leben komplett ohne Bücher vorstellen?
7) Wer oder was hat in dir die Lust auf das Schreiben geweckt?
8) Gibt es einen Charakter in deinen Geschichten, der dir wirklich nahe geht? Der dir unheimlich viel bedeutet, aus welchen Gründen auch immer. In den du heimlich vielleicht sogar ein klein wenig verliebt bist? ;-)
9) Was ist für dich als Leser & Autor ein absolutes No-Go? Was würdest du selbst nie schreiben? Was geht für dich in Geschichten einfach gar nicht? (ein bestimmter Inhalt, ein Genre, das du absolut nicht magst, stümperhafte Umsetzung, Logikfehler etc.)
10) Wenn du einen Charakter entwickelst, bekommt er bei dir eine reale Vorstellung bzw. ein Gesicht? (ein Schauspieler, Musiker oder irgendjemanden, den du kennst)
11) Schau' auf alle deine Geschichten zurück, die du je geschrieben hast, egal ob veröffentlicht oder nicht – hast du eine Lieblingsstory? Falls ja, warum gerade diese? Was macht sie so besonders für dich?

Kommentare:

  1. Liebe Matty,
    ah, tolle Fragen! Ich freue mich schon drauf sie zu beantworten, muss dich allerdings bissel vertrösten, denn ich habe derzeit keinen funktionierenden Rechner ... ein neuer ist bestellt, kommt aber erst nächste Woche. Mit iPad tippseln ist bei längeren Texten leider sehr anstrengend. :-/
    Ganz viele liebe Grüße
    Jule

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    1. Hi Jule,

      bloß keine Hektik. *g* Ich habe auch ein paar Tage gebraucht, bis ich so weit war. :-)

      Ich freu' mich, dass du mitmachst.

      GLG zurück
      Kerstin

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