Samstag, 5. September 2015

Was mich gerade umtreibt

Heute gibt es einen Blogeintrag zu einem Thema, das mir seit Monaten immer wieder unter die Augen kommt und mich, je nach Laune, mehr oder weniger ärgert. Darum frage ich euch jetzt mal direkt:

Was hat es mit den ständigen Erwartungen nach seitenlangen, möglichst detailreichen Sexszenen in Büchern auf sich?

Das ist kein Scherz, ich meine die Frage ernst, weil ich es einfach nicht verstehe. Natürlich lese ich gerne mal eine erotische Szene, ab und zu schreibe ich sie sogar, allerdings nicht ständig und sie sind für mich persönlich auch kein Muss, das unbedingt in ein Buch gehört.

Aber wenn man morgens den PC anmacht und als erstes eine Beschwerdemail ins Postfach flattert, weil eine 5 Seiten lange erotische Szene scheinbar nicht genug ist, solange es nicht zum ausführlichen Analverkehr kommt, gerät man als Autorin doch ins Grübeln. Ich meine das nicht als Vorwurf, ich versuche nur es zu begreifen, kann's aber nicht.

Ist ein Buch automatisch weniger Wert, weil nicht darin gepoppt wird?

Bei Horrorbüchern, Thrillern, Fantasy oder anderen Genres geht es ganz wunderbar ohne Sex, wieso wird dann in Romanzen immer danach verlangt?